
Opalsøen (dänisch für „Opalsee") ist einer der eindrucksvollsten Orte auf Nordbornholm — ein tiefer, türkisfarbener See in einem ehemaligen Granitsteinbruch auf der Halbinsel Hammerknuden. Steile Felswände fallen in kristallklares Wasser ab, und vom Rand des Steinbruchs bietet sich ein Panorama auf die Ostsee und die umliegenden Wälder. Ein idealer Ort für einen kurzen Spaziergang, einen aussichtsreichen Stopp auf einer Wanderung oder — im Sommer — ein Bad in einem der tiefsten natürlichen „Becken" Dänemarks.
Opalsøen ist das Erbe des größten Granitsteinbruchs Nordbornholms. Vom Ende des 19. Jh. bis ca. 1970 wurde hier unter dänischer und deutscher Leitung Granit gebrochen — der Stein wurde über den nahen Hafen Hammerhavn (auch Sæne Havn genannt) verschifft. Nach der Schließung füllte sich die Grube langsam mit Wasser und bildete den heutigen tiefen See. Die steilen Wände und die türkisfarbene Oberfläche verleihen der Landschaft einen fast surrealen Charakter — besonders an sonnigen Tagen, wenn das Wasser von Smaragd bis Blau schimmert.
Opalsøen ist offizieller Badeplatz — aber Achtung: Der See ist sehr tief, und nirgends kann man stehen. Baden ist nur für Schwimmer geeignet. Im Sommer betreibt man hier auch Dänemarks längste Seilrutsche (Tovbane) — besonders beliebt bei Familien mit Kindern.
Rund um den Steinbruch verlaufen mehrere Wanderwege unterschiedlicher Länge. Der kürzeste führt vom Parkplatz am Hammer Sø (ca. 15 Min.); längere Routen verbinden Opalsøen mit dem Leuchtturm Hammeren Fyr, Krystalsøen und dem Hafen Hammerhavn. Von der Klippenkante sieht man die Ostsee auf beiden Seiten der Halbinsel und in der Ferne die Ruine Hammershus.
Hafen Hammerhavn – Café und Startpunkt
Hammerknuden ist mehr als nur Opalsøen — die gesamte Halbinsel ist dicht mit niedrigen Bäumen bewachsen und von Granitwänden durchzogen. Auf den offenen Lichtungen kann man Ziegen treffen, die frei weiden und neugierig auf Touristen zugehen. Von den Aussichtspunkten über dem Steinbruch sieht man auch den benachbarten Krystalsøen (kleiner, aber ebenso reizvoll) und ein Panorama auf Sandvig und das Meer.
Die Granitgeschichte von Hammerknuden reicht in die zweite Hälfte des 19. Jh. zurück — der Abbau lieferte Rohstoff für ganz Dänemark. Nach der Schließung 1970 eroberte die Natur das Gelände zurück: steile Wände überwuchsen mit Moos, und der Grubenboden füllte sich mit klarem Wasser. Heute ist Opalsøen Teil eines geschützten Naturgebiets und einer der meistfotografierten Orte der Insel.
Blick auf Opalsøen vom Rand des ehemaligen Granitsteinbruchs
| Opalsøen | |
| Hammersøvej/Sænevej, 3770 Allinge | |
| See auf der Halbinsel Hammerknuden im Norden Bornholms. Zugang zu Fuß vom Parkplatz Hammer Sø (ca. 15 Min.) oder vom Hafen Hammerhavn. | |
| Kostenloser Parkplatz am Hammer Sø (Hammersøvej). Alternativ Parkplatz am Hafen Hammerhavn. |