
Rubinsøen (dänisch für „Rubinsee“) war ein Tagebau für Braunkohle (Brunkul) südlich von Hasle — heute ein ruhiger, bewaldeter See, umgeben von steilen Hängen und Waldpfaden. Ein einfaches, kostenloses Ausflugsziel: Spaziergang, Picknick mit Blick aufs Wasser oder eine ruhige Pause fernab der Strände. Die Verbindung aus Geschichte des Zweiten Weltkriegs und Naturlandschaft macht Rubinsøen zu einem markanten Ort im Westen Bornholms.
Der See entstand in der Grube nach dem Abbau von Braunkohle südlich von Hasle. Im Zweiten Weltkrieg war es schwer, Brennstoff für die bornholmer Betriebe zu sichern — zwischen 1942 und 1948 wurden hier mehr als 30.000 Tonnen Braunkohle gefördert. Nach dem Ende der Arbeiten füllte sich der Tagebau mit Wasser; heute trägt Rubinsøen einen poetischen Namen, der an den rubinroten Glanz der Wasseroberfläche erinnert. Steile Hänge und Kiefernwald umgeben das Gelände; in der Nähe liegen weitere ehemalige Abbauseen — Safirsøen, Smaragdsøen und Pyritsøen — die die typische „Bergbaulandschaft“ im Westen Bornholms prägen.
Rubinsøen eignet sich hervorragend für ein entspanntes Picknick. Entlang der steilen Hänge um die ehemalige Kohlegrube führen Waldpfade; weiter oben am Rand des Abhangs stehen Holztische und -bänke. Von hier blickt man auf die Wasseroberfläche; im Herbst reifen entlang der Waldwege wilde Brombeeren (brombær) — ein Korb lohnt sich für einen Hauch lokaler Küche.
Der Zugang erfolgt auf eigene Verantwortung: Es gibt keine Schranken oder Eintrittsgebühren, Hunde sind willkommen. Markierte Wanderwege durchziehen das Gebiet, und am See informiert eine Tafel über die Geschichte des Ortes.
Rubinsøen ist auch bei Anglern beliebt — im See lebt ein stattlicher Hechtbestand, und die Fische können groß werden. Auch Karpfenangeln ist möglich; laut touristischen Angaben ist keine Angelkarte erforderlich. Ein ruhiger Nachmittag nach dem Strandtag in Hasle oder ein kurzer Stopp auf einer Wanderung entlang der Westküste.
Südlich von Hasle erstreckt sich das Gebiet der ehemaligen Abbauflächen — darunter der berühmte Kultippen mit seiner „mondähnlichen“ Landschaft und eine Gruppe farbenfroh benannter Seen: Safirsøen, Smaragdsøen und Pyritsøen. Rubinsøen gehört zu derselben postindustriellen Naturlandschaft, die heute Spaziergänger und Fotografen anzieht.
Neben dem Rubinsøen liegt der Safirsøen
| Rubinsøen | |
| Fælledvej, 3790 Hasle | |
| Der See liegt im Gebiet Sorthat, südlich von Hasle. Er ist zu Fuß oder mit dem Fahrrad über Waldwege aus dem Ort erreichbar; markierte Routen führen um den See. | |
| Kein großer Parkplatz direkt am See — am bequemsten lässt man das Auto in Hasle (z. B. am Hafen) und geht oder fährt weiter. |