
Hestestenene (dänisch für „Pferdesteine“) ist einer der fotogensten Megalith-Standorte auf Bornholm — vier hohe Monolithen stehen auf der Klippenkante direkt am Küstenpfad zwischen Gudhjem und Helligdommen, mit Blick auf die Ostsee. Auf der Insel gibt es mehrere Bautafelder, doch Hestestenene zeichnet sich sowohl durch die Lage über dem Abhang als auch durch eine dichte Schicht von Sagen über versteinerte Pferde, dichten Nebel und alte Opfer, die in die Salene-Bucht geworfen wurden, aus. Ein Ort, an dem Urgeschichte und lokale Erzählungen zusammentreffen — lohnenswert bei einem Spaziergang oder einer Trekking-Etappe entlang der Nordküste.
Wer den Kyststien-Pfad von Gudhjem in Richtung Rø entlanggeht — kaum einen halben Kilometer vom Ortskern entfernt — gelangt auf eine offene, hohe Klippe, wo vier aufrecht stehende Steine in einer Reihe stehen. Sie stammen aus dem Neolithikum und der Bronzezeit und bilden eine markante Silhouette über der Ostsee; von hier reicht die Aussicht über Küste und offenes Meer. Bereits im 19. Jahrhundert beschrieben Forscher sie als „Hestestenene“ — den dänischen Namen mit Bezug zu Pferdegeschichten. Die Monolithen stehen noch in ihrer ursprünglichen Anordnung, doch die Klippenumgebung ist empfindlich gegenüber Erosion und Besucherandrang — vorsichtig nähern und nicht zu nah an den Abhang treten.
Hestestenene liegt praktisch „auf dem Weg“ auf der dritten Etappe des Kyststien von Sandvig nach Gudhjem — direkt am Küstenpfad zwischen Gudhjem und Helligdommen. In derselben Gegend, nicht weit Richtung Salene-Bucht, findet sich auch das Gräberfeld Salene Gravplads mit seinen kraterrøser — ein weiteres markantes Zeugnis der Eisenzeit an diesem Küstenabschnitt. Ein Spaziergang, der beide Orte verbindet, ist eine naheliegende Option für alle, die sich für Geschichte und die Klippen im Norden Bornholms interessieren.
Der lokalen Überlieferung zufolge verirrte sich ein junges Brautpaar in dichtem Nebel und stürzte von der Klippe — die Pferde sollen zu Stein geworden sein, worauf der Name der Steine zurückgeht. Eine andere Erzählung spricht von einer alten Opferstätte, an der Pferde als Gabe für die Salene-Bucht über die Klippe geworfen wurden.