
Bornholm ist einer der besten Orte in Dänemark zum Windsurfen und Kitesurfen. Kristallklares Ostseewasser, lange Sandstrände und stabile Windbedingungen ziehen seit Jahren Surfer auf die Insel. Auf der kleinen Fläche Bornholms findest du über hundert Spots – und bei einem Windwechsel reichen 20–30 Minuten Fahrt, um auf die andere Seite der Insel zu gelangen und ideale Bedingungen zu finden.
Besonders beliebt ist Balka an der Südostküste – mehrfach als einer der besten Strände Dänemarks ausgezeichnet. Aber das ist nur der Anfang – Bornholm bietet Spots für jedes Niveau: von flachen, windgeschützten Buchten, die ideal zum Lernen sind, bis hin zu offenen Abschnitten mit guten Wellen für Freeride und Wave.
Nachfolgend findest du eine Übersicht der vier beliebtesten Surfspots auf der Insel – mit Informationen zu Windrichtungen, Bodenbeschaffenheit, Bedingungen für Anfänger und Anfahrt.
Der wichtigste und bekannteste Surfspot auf Bornholm. Der Strand von Balka erstreckt sich über mehrere Kilometer zwischen Nexø und Snogebæk an der Südostküste. Weißer, feiner Sand ohne Steine, flaches Wasser mit Sandgrund – ideale Bedingungen sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Surfer. Bei Wind aus NE entstehen saubere, gleichmäßige Wellen. Der Strand ist vor den vorherrschenden Westwinden geschützt, sodass hier oft Ruhe herrscht, wenn der Rest der Insel windig ist.
Der Strand Dueodde an der Südspitze der Insel bietet über 10 km feinsten weißen Sand – einer der breitesten Strände Skandinaviens (bis zu 300 m). Bei West- und Südwestwind entstehen gute Wellen über zahlreichen Sandbänken. Das Wasser ist klar und durchsichtig. Die enorme Fläche sorgt dafür, dass selbst in der Hochsaison genug Platz zum sicheren Kiten vorhanden ist.
Ein Spot an der Südküste, südöstlich von Rønne. Breiter Sandstrand mit guten Bedingungen für den Wassereinstieg. Bei passendem Wind entstehen solide Wellen. Das Wasser ist klar, aber an einigen Stellen können Steine auf dem Grund liegen – Vorsicht ist geboten. Charakteristisch für diesen Spot ist der schnelle Übergang von flachem zu tiefem Wasser.
Der Strand am Nordre Kystvej in Rønne – der einzige Spot, der zu Fuß vom Zentrum der Inselhauptstadt erreichbar ist. Langer Sandstrand mit Dünen, weißer feiner Sand, aber an der Wasserlinie können Steine liegen. Funktioniert gut bei Wind aus dem Sektor SW–NNW. Zu beachten sind die vorbeifahrenden Schnellfähren auf der Linie Rønne–Ystad, die auch bei Windstille überraschende Wellen erzeugen können.
Bornholm bietet Surfern über 100 Spots – von ruhigen Buchten bis hin zu offenen Stränden mit Wellengang
Auf Bornholm kann man beide Sportarten ausüben, oft an denselben Stränden. Die Wahl hängt hauptsächlich von den persönlichen Vorlieben und der Erfahrung ab.
| Windsurfen | Kitesurfen | |
|---|---|---|
| Benötigter Wind | ab ca. 4–5 Bft (12–15 kn) | ab ca. 4 Bft (10–12 kn) |
| Platzbedarf | Geringer – man kann nah am Ufer fahren | Groß – der Kite braucht viel Platz am Strand und auf dem Wasser |
| Lernen | Leichterer Einstieg, schwierige Fortgeschrittenenstufe | Schwierigerer Einstieg, schnellerer Fortschritt |
| Bester Spot | Balka, Antoinette, Dueodde | Balka, Dueodde (breite Strände) |
| Transport der Ausrüstung | Board + Segel auf dem Autodach | Kite + Board – passt in den Kofferraum |
Auf Bornholm gibt es Surfschulen und -zentren, die Anfängerkurse, Ausrüstungsverleih und organisierte Sessions auf dem Wasser anbieten. Wenn du noch nie gesurft hast, ist die Insel ein hervorragender Ort für den Einstieg. Die Instruktoren kennen die lokalen Bedingungen und wählen den passenden Spot je nach aktuellem Wetter und deinem Können.
Auf der Insel gibt es Wassersportzentren, die Ausrüstung für Windsurfen, Kitesurfen und SUP anbieten sowie Einzel- und Gruppenkurse.
Die Surfsaison auf Bornholm dauert von Mai bis Oktober. Das wärmste Wasser (17–20°C) gibt es im Juli und August, aber die besten Windbedingungen herrschen oft im Frühling (Mai–Juni) und Frühherbst (September–Oktober), wenn der Wind stabiler ist und die Strände nicht überfüllt sind. Im Winter sinkt die Wassertemperatur auf 2–5°C und ein Trockenanzug ist erforderlich – aber die Wellen können es wert sein.