
Bornholm, oft als Insel der Sonne und des Windes bezeichnet, ist nicht nur für seine malerischen Klippen und mittelalterlichen Rundkirchen bekannt, sondern auch für seine zahlreichen Windmühlen – Symbole der landwirtschaftlichen Vergangenheit der Insel. Im Laufe der Jahrhunderte wurden hier mehr als hundert Mühlen errichtet, von denen viele bis heute als technische Denkmäler erhalten geblieben sind.
Zu den bekanntesten gehören die Egeby-Mühle aus dem Jahr 1787, die Årsdale-Mühle – noch heute in Betrieb und für Besucher zugänglich – sowie die imposante Mühle in Svaneke, deren Flügel sich noch immer im Wind drehen. Die Windmühlen auf Bornholm unterscheiden sich in ihrer Bauweise – von holländischen Mühlen bis zu den für Dänemark typischen Bockwindmühlen – und sind ein unverzichtbarer Bestandteil der Inselkulisse.
In Svaneke steht eine historische Bockwindmühle – eine der ältesten ihrer Art auf Bornholm. Sie ist ein wertvolles Beispiel traditioneller dänischer Landarchitektur und ein Zeugnis früherer Techniken des Getreidemahlens.
In Gudhjem kann man eine beeindruckende holländische Windmühle bewundern – ein charakteristisches Beispiel bornholmer Industriearchitektur des 19. Jahrhunderts. Sie diente der lokalen Gemeinschaft viele Jahre lang zum Mahlen von Getreide und ist heute eines der markantesten Wahrzeichen des Städtchens.
In Årsdale befindet sich eine vollständig erhaltene und noch immer funktionierende holländische Windmühle – eine der ältesten ihrer Art auf Bornholm. Dieses einzigartige technische Denkmal erinnert seit über 150 Jahren an die alte Mühlentradition der Insel.
Vang Wassermühle ist eine malerische Mühle aus dem frühen 19. Jahrhundert, gelegen in einem Tal an der Westküste Bornholms. Sie ist ein bedeutendes Kulturdenkmal, das das lokale Handwerk und die besondere Küstenlandschaft widerspiegelt. Die Umgebung eignet sich ideal für einen Spaziergang, und der Besuch lässt sich gut mit einer Besichtigung des nahegelegenen Steinbruchs verbinden.
Neben den Windmühlen bietet Bornholm auch faszinierende Wassermühlen, die einst die Kraft der örtlichen Bäche und Flüsse nutzten. Früher wurden hier Getreide gemahlen, Öl gepresst oder Geräte für Tischler und Schmiede angetrieben. Eine der am besten erhaltenen ist die Mühle von Melsted, malerisch an einem Bach nahe Gudhjem gelegen – heute Teil des Freilichtmuseums Melstedgård, wo man das alltägliche Leben auf einem bornholmer Bauernhof erleben kann. Andere Beispiele, wie die Mühlen in Slusegård oder Højlyngen, erinnern an eine Zeit, in der die Naturkräfte die wichtigste Energiequelle der Insel waren.