
Der Leuchtturm Christiansø gehört zu den ältesten und geschichtsträchtigsten Navigationspunkten in Dänemark. Er befindet sich auf der Insel Christiansø nordöstlich von Bornholm und hat über zwei Jahrhunderte lang Schiffen eine sichere Passage durch die Ostsee ermöglicht. Heute bildet der Leuchtturm zusammen mit den umliegenden Befestigungsanlagen ein attraktives Ausflugsziel und bietet eindrucksvolle Ausblicke sowie die besondere Atmosphäre der historischen Insel.
Christiansø Fyr ist einer der markantesten Spazierpunkte der Insel – leicht zugänglich für Besucher und harmonisch in die historischen Festungsanlagen eingebettet. Aufgrund seiner Lage im Zentrum der alten Befestigungen ist er ein natürlicher Zwischenstopp beim Rundgang über die Insel. Schmale, malerische Wege führen zum Leuchtturm, gesäumt von Granitmauern und Ausblicken auf die Ostsee.
Beim Aufstieg zum Leuchtturm können Besucher die typische, raue Landschaft von Christiansø erleben: felsige Küsten, niedrige Vegetation und historische Gebäude, die der Insel ihren unverwechselbaren, fast wehrhaften Charakter verleihen. Der Leuchtturm selbst zeichnet sich durch eine schlichte Form und seine gelungene Integration in die bestehende Architektur aus – er dominiert das Umfeld nicht, ist aber ein zentrales Element der Anlage.
Vom Umfeld des Leuchtturms eröffnet sich ein weiter Blick über das Meer und hinüber zur Nachbarinsel Frederiksø. Bei klarer Sicht reicht der Horizont bis nach Bornholm.
Bauzeit: 1798–1805.
Erstes Leuchten: 1. Oktober 1805.
Architekt: Poul de Løvenørn, dänischer Militäringenieur.
Standort: auf dem Gipfel des Festungsturms Store Tårn aus dem 17. Jahrhundert, der sich 16 m über dem Meeresspiegel erhebt.
Turmhöhe: 16 m.
Feuerhöhe über dem Meeresspiegel: 29 m.
Leuchtweite: ca. 33 km (18 Seemeilen).
Lichtcharakteristik: ein weißer Blitz alle 5 Sekunden.
Der Leuchtturm verfügt über einen weißen, zylindrischen Turm mit grüner Laterne und Galerie, der auf der Granitfestung Store Tårn steht. Er gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen der Insel Christiansø.
Christiansø Fyr spielte eine wichtige Rolle für die sichere Schifffahrt in der Ostsee, insbesondere im Gebiet des Ertholmene-Archipels. Heute ist er ein beliebtes Ausflugsziel und bietet spektakuläre Ausblicke auf das Meer und die umliegenden Inseln.
Der Leuchtturm war der erste in Dänemark, der ein blinkendes Licht verwendete – inspiriert vom schwedischen Leuchtturm in Marstrand aus dem Jahr 1781. Ursprünglich nutzte man neun vergoldete Parabolspiegel mit Ölbrennern, die mechanisch gedreht wurden und drei Blitze pro Minute erzeugten. 1879 wurde das System durch eine Fresnel-Linse ersetzt, und 1973 wurde eine Linse aus dem Leuchtturm Hyllekrog eingebaut.
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