Das Nexø Museum ist ein gemütliches Regionalmuseum in einem markanten Gebäude direkt am Hafen von Nexø – der zweitgrößten Stadt Bornholms. Betrieben von einem örtlichen Museumsverein, zeigt das Museum die Geschichte von Nexø und Umgebung – von frühen Zeiten über die schwedische Ära bis hin zu den dramatischen sowjetischen Bombardierungen im Mai 1945.
Das Museum befindet sich in einem historischen Gebäude aus dem Jahr 1796, das aus Sandstein als „Nexøe Vagt" – die ehemalige Stadtwache – errichtet wurde. Ständige und wechselnde Ausstellungen zeigen das Alltagsleben der Bewohner der Region, die Fischerei- und Handwerkstraditionen sowie das kulturelle Erbe des südöstlichen Bornholms.
Das Nexø Museum erstreckt sich über vier Ebenen – vom Keller bis zum zweiten Obergeschoss. Jede Etage widmet sich verschiedenen Aspekten der Regionalgeschichte und führt die Besucher durch aufeinanderfolgende Schichten der Vergangenheit der Stadt. Im Erdgeschoss befinden sich Exponate zum Alltagsleben, Handwerk und zur Fischerei, während die oberen Stockwerke die politische und kriegerische Geschichte Nexøs zeigen.
Unter den Dauerausstellungen verdient die Dokumentation der sowjetischen Bombardierungen vom 7. und 8. Mai 1945 besondere Aufmerksamkeit. Nexø wurde, ebenso wie Rønne, in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs schwer beschädigt – die Ausstellungen zeigen Archivfotos, Dokumente und persönliche Erinnerungen der Bewohner und veranschaulichen das Ausmaß der Zerstörung und den Wiederaufbau der Stadt.
Wechselausstellungen ergänzen die Dauerausstellung und bringen jede Saison neue Themen – von Fotografie und lokaler Kunst über die Geschichte der Seefahrt und des Handels bis hin zu Präsentationen von Fundstücken aus nahegelegenen Ausgrabungen.
Der Sitz des Museums ist ein Gebäude mit einer bewegten Vergangenheit. Es wurde 1796 als „Nexøe Vagt" (Stadtwache) errichtet und ersetzte einen älteren, baufälligen Bau, der an derselben Stelle gestanden hatte. Als Baumaterial diente Sandstein aus dem 1754 nördlich der Stadt gegründeten Steinbruch Frederiks Stenbrud.
Die Stadtwache war 60 Jahre lang in Betrieb. Nach der Einführung der Bürgervertretung in den dänischen Marktstädten im Jahr 1843 wurde 1856 ein neues Rathaus mit Gericht und Gefängnis an der Købmagergade errichtet. Das Hafengebäude wurde daraufhin in ein Lagerhaus umgebaut – die Mauern wurden um ein Stockwerk erhöht, und es kamen Anbauten für das Hafenbüro, eine öffentliche Waage und weitere Einrichtungen hinzu. Diese Anbauten wurden im Laufe der Jahre alle abgerissen.
Das Museum wird vom Nexø og Omegns Museumsforening betrieben – einem örtlichen Geschichtsverein, der 1968 gegründet wurde. Nach zwei Jahren umfangreicher Renovierung wurde das Museum 1970 offiziell eröffnet und dokumentiert und vermittelt seit über einem halben Jahrhundert das kulturelle Erbe von Nexø und den benachbarten Gemeinden Bodilsker, Poulsker, Ibsker und Svaneke.
Das Museum befindet sich direkt am Hafen von Nexø (Havnen 9), mitten im Stadtzentrum. Vom Busbahnhof oder der Innenstadt sind es nur wenige Gehminuten.
Die Anreise mit dem Auto oder Fahrrad ist bequem – in der Nähe des Hafens stehen Parkplätze zur Verfügung. Nexø liegt an der Ostküste Bornholms, etwa 25 km von Rønne über die Straße 38.
| Nexø Museum | |
| Havnen 9, 3730 Nexø, DK | |
| nexoemuseum.dk | |
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